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Wissen, worauf es ankommt

Experimente, lernende Organisation, Wissensmanagement

· Veränderung,Innovation,SuccessfulChange,Lernen,Change Management

Der Mittelstand ist ein wichtiger Motor der deutschen Wirtschaft. Ihre Vorzeigeexpemplare haben sich teilweise über mehrere Generationen bewiesen und Marken herausgebildet mit eindrucksvoller Bekanntheit und ausgezeichnetem Ruf.

Um ihr Unternehmen auf die Zukunft vorzubereiten, haben sie bereits den Weg in das digitale Zeitalter angetreten. Vielleicht haben sie erste Produktentwicklungen hinter sich, gegebenenfalls beschäftigen sie sich mit Start-ups und deren Wirksamkeit in den digitalen Märkten.

In jedem Fall fällt ihnen eines auf. Es gibt einen grundlegenden Unterschied zwischen digitalen Unternehmen und den meisten Mittelständlern. Der Effekt wird noch einmal verstärkt wenn der Vergleich zwischen Traditionsunternehmen und Tech Start-ups gezogen wird. Doch was ist der grundlegende Unterschied und was kann ein Traditionsunternehmen davon lernen?
 
Um neuen Ideen und innovativen Ansätzen auf die Spur zu kommen bedienen sich die Experten eines umfangreichen Baukastens. Methoden wie Design Thinking, Lean Startup und Business Model Canvas gehören inzwischen zu den sogenannten “Business Essentials”, sozusagen den Grundfähigkeiten eines innovativen Unternehmens. “Customer Centricity” bzw. Konzentration auf den Kunden darf dabei natürlich auch nicht fehlen! Das ist alles richtig und wichtig. Doch wenn diese Ideen dann einmal geboren sind kommt der echte Test für die Unternehmung - die Umsetzung.

Die wirklich erfolgreichen Produkte in der digitalen Welt sind sogenannte “Co-Developments”, sprich Entwicklungen die zusammen mit dem Kunden oder in unmittelbarer Reaktion auf dessen Produkterfahrung und Feedback entstanden sind. Um die Bedürfnisse der Kunden zeitnah umsetzen zu können brauchen sie Nähe zu den Anwendern (B2C bzw. B2B2C), die Klarheit Einzelmeinungen von relevanten Feedback zu unterscheiden und die Fähigkeit schnell auf die Anforderungen der Kunden zu reagieren. Sie müssen eine lernende Organisation aufbauen die sich mit den Anforderungen entwickelt.

Egal ob sie sich für einen Ansatz in einer kleinen Unternehmenseinheit, einem Inkubator, strategischen Accelerator, einem Company Builder oder eine Transformation ihrer gesamten Kernorganisation entscheiden, sie müssen technologisch, organisatorisch und strategisch bereit sein sich auf die Suche nach der Essenz zu begeben. Sie müssen auf all diesen Ebenen fähig sein, Experimente zu konzipieren, zu überwachen und letztendlich umzusetzen.

Damit meinen wir nicht “Jugend forscht” bzw. “Wir probieren das mal aus und sehen was passiert”. Damit meinen wir auch nicht wissenschaftliche Experimente, die unter kontrollierten Umgebungen stattfinden müssen. Wir meinen pragmatische Experimente die der Komplexität des Geschäftsumfeld Rechnung tragen. Wir meinen Experimente die wichtige Hinweise liefern in welche Richtung sich das Unternehmen weiterentwickeln muss. Selbst in modernen Produkt Management Strukturen ist man mit der Umsetzung von Kundenanforderungen in kurzen Umsetzungszyklen in der Regel überfordert. Auch gut organisierte IT Abteilungen können mit den Werkzeugen von gestern nicht zeitgerecht auf die Anforderungen von morgen reagieren. Und erhöht man nur auf einer Ebene die Geschwindigkeit sind Frust, Kosten und Misserfolg leider schon vorprogrammiert. Ein langfristiger Schaden an der Organisation ist nicht selten der Fall.

Abhilfe schafft eine experimentierfähige Organisation.

Wir bedienen uns dabei eines bewährten Modells aus fünf Schritten:

1) Definition des strategischen Ziels
2) Entwicklung von starken Frühindikatoren
3) Ableitung von Maßnahmen mit Einfluss auf die Frühindikatoren
4) Test der Korrelation zwischen Maßnahmen und Frühindikatoren
5) Analyse der Ergebnisse und Anpassung des Experiments

Durch die konsequente Iteration dieser Schritte gewinnen sie schnell und zuverlässig notwendige Erkenntnisse worauf es bei ihren strategischen Initiativen und Kernprozessen wirklich ankommt. Im nächsten Schritt geht es dann darum die Erkenntnisse zu dokumentieren und durch aktives Wissensmanagement für die gesamte Organisation nutzbar zu machen. Ein derart strukturierter Lernprozess garantiert die kontinuierliche Weiterentwicklung des Unternehmens und hält es fit für die Herausforderungen der Zukunft.
 

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